Und ab wann gibt es Kämpchen?

Ortsteil Kämpchen - Quelle: OPenStreetMap
Ortsteil Kämpchen - Quelle: OPenStreetMap

Heute nicht nachvollziehbar, aber der große Ortsteil Kämpchen steht 1908 nicht auf der Namensurkunde als Wohnplatz. Wir finden heute in Kämpchen allerdings einige der früher selbständigen Siedlungsplätze der Namensurkunde von 1908: Dornkaul, Kesseles, Roland, Schweyershof, Spidell.

 

Das erste Mal findet sich die Bezeichnung "Kämpchen" als Ort im Handbuch über den Landkreis Aachen 1927 als Nr. 250.

Die Ortslage Kämpchen hat ihren Namen von dem alten Bergwerk Kämpchen, das bereits 1580 als Kempchenskoul erwähnt wird. Bei Aretz taucht der Begriff „Kämpchen“ immer auf als auf K., zu K., „die Kohladern im Distrikt Kämpchen“, also immer im Zusammenhang mit Grubenbezeichnungen.
Nachweislich trieben hier die Kämpchenköhler schon im 17. Jahrhundert ihre zahlreichen Schächte in die Erde. Der Name wird abzuleiten fein vom Lateinischen Wort campus = Feld, Land. Bei den alten Bergleuten hieß die Grube Kämpchen auch nur „Das Ländchen“ (”a je Längche”) (Sistemich).


Heute erinnern Kämpchenstraße und Am Kämpchen an die alte Grube, die um 1600 mit Langenberg und Laurweg zu den bedeutendsten im Heidener Ländchen gehörte.

 

Da die Stadt Herzogenrath auf ihrer Homepage nur "Einzelne Ortsteile der damaligen Geimeinde Pannesheide bzw. Kohlscheid" aus der Namensurkunde aufführt, taucht Kämpchen hier trotz seiner heutigen Größe nicht auf. - Warum?  (letzte Prüfung: 07.06.2021)