07.02.2026
Spuren des Bergbaus entdeckt man in Kohlscheid am besten auf den verschiedenen Karbonrouten des Heimatvereins oder auf Spaziergängen.
Auf Bitte eines Freundes habe ich seine Wandergruppe von Senioren auf Kohlscheider Bergbauspuren geführt. Der Weg beginnt am ehemaligen Verwaltungsgebäude der „Vereinigungs-Gesellschaft für Steinkohlenabbau im Wurm-Revier" von 1870; es befindet sich auf dem Gelände des EBV-Hauses.
Über die Roermondertstraße geht es weiter zur Kaiserstraße, von dort bis zur Friedrichstraße. Am alten Rathaus vorbei geht es weiter bis zur alten Post. Von dort zur Südstraße und dann bis zum Markt.
Zurück geht es dann über die Weststraße an der Laurwegstraße vorbei bis zum Ausgangspunkt am EBV-Haus.
Es ist schon erstaunlich, welche Bergbaubezüge diese umlaufene Fläche aufweist.
Nachtrag 2022 nach Fertigstellung der Markttangente / Op d' Scheet:
Es bietet sich eine Variante an: man geht nicht in die Friedrichstraße. Über die Kaiserstraße geht man weiter auf dem Scheeter Ring. Dabei sieht man den Rest des alten Schachtgebäudes der Grube Langenberg und geht von da aus weiter zum Markt.
Bei Interesse daran einfach melden.
Die damalige Leiterin und spätere Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises Karin Busch teilte nach der Landkarte Kohlscheid in fünf Bereiche auf. Dazu beschrieb sie die Punkte in den einzelnen Ortsteilen, an denen man zum Bergbau noch Relikte sehen, oder daran erinnern kann. So entstanden die fünf „Karbon-Routen“. Das Vereins-Archiv lieferte dazu zum größten Teil die Abbildungen. Dort traf man auch gemeinsam die Vor-Auswahl und Zuordnung. Man bot diese Arbeit schließlich dem Stadt-Marketing an. Dort war man davon sehr angetan und gleich kooperativ. Bieten sich diese Routen doch für Gäste an, die man im Rahmen einer touristischen Erschließung des Nordkreises unserer Städte-Region auch nach Herzogenrath holen möchte.
Es gibt verschiedene ausgearbeitete Wanderungen oder Spazierwege zum örtlichen Bergbau:
Karbonroute Wurmrevier auf der Website Rheinische Industriekultur.
Besser ausgearbeitet die Routen des Wanderführers Willi Gülpen aus Baesweiler. Auf seiner Homepage beschreibt er Routen incl. GPX-Track zu den Spuren des ehemaligen Kohlebergbaus:
Seine ausführlichen Routenbeschreibungen sind heimatkundlich gut recherchiert mit viele Fotos und einem Überblicksvideo. Das lohnt sich sogar für den, der nicht mehr so gut zu Fuß ist.