20.05.2026
Bergmännisch gesprochen: Pferdeförderung auf einer Schienenbahn Untertage.
Die stärkste und ausgedehnteste, mit dem 1. Juli 1868 begonnene Pferdeförderung bewegt sich in dem weit verzweigten Bahnnetze der 200 und der 270 Metersohle der Gruben der Vereinigungsgesellschaft. Mit diesem Bahnnetze, welches zusammen etwa 17 km Längenausdehnung hat, stehen die Förderschächte der Gruben Neu Laurweg, Kämpchen, Langenberg, Ath, Furth, Gouley-Gemeinschaft, Königsgrube und Teut in direkter Verbindung. Es sind also alle Förderschächte des grossen Grubencomplexes der genannten Gesellschaft, mit Ausnahme von Neu Voccart und Neu Prick, an dieses unterirdische Bahnnetz angeschlossen (Wagner 1881).

Heute nur noch schwer vorstellbar, dass die uns bekannten Gruben Untertage vernetzt waren (sind?).
Ein Blick auf die Legende der obigen
Karte zeigt Verbindungen auf unterschiedlichen Sohlen. D.h., unter uns wurde Wege zurückgelegt, zu Fuß, mit dem Pferd oder der Grubenbahn.
Dieses Bild von einer Verbindungsbahn muss jetzt um mehrere Etagen ergänzt werden. Carl Hilt schreibt bereits 1868, dass auf der 200 m-Sohle 16 km Grubenbahngleise verlegt waren.
Es hab noch mehr: Weitere Verbindungen nutzen die Sohlen auf 200, 270 und in 430 m.
Hermann Wagner beschrieb diese Pferdeförderung sehr detailliert:
(1870): Die Pferdeförderung in der 104-Lachter-(Revier-) Sohle der Gruben der Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wormrevier, sowie die Schachtförderung auf Grube Neu-Laurweg. In:
Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Deutschen Reich, S. 69–86. Online verfügbar unter
https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10705858?page=173.
[Als Sonderdruck in der
Bergbaubibliothek Alsdorf mit
den Schautafeln B V3., daher stammen die Illustrationen hier. ]
Daraus bei mir einige Highlights.