Version: 20.03.2026

NS-Zwangsarbeit im Wurmrevier

Ein dunkles Kapitel im deutschen Bergbau, auch im Wurmrevier, ist der Einsatz von Fremd-, später Zwangsarbeitern im Dritten Reich bzw. im 2. Weltkrieg. Darüber berichtet die einschlägige Literatur, s.u.

Eine empfehlenswerte Einführung: Bräutigam, Helmut (2009): Entwicklung, Bedingungen und Formen von Zwangsarbeit im Dritten Reich. In: GedenkstättenRundbrief (149), S. 3–17. Online verfügbar:
https://www.gedenkstaettenforum.de/uploads/media/GedRund149_3-17.pdf.

 

Sowjetische Kriegsgefangene in Merkstein

Die Arbeit von Rüdiger Vermöhlen „Einsatzfähig für schwere Arbeit (Stufe I)“ - Das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Arbeitskommando 133 in Merkstein, private pdf-Veröffentlichung Merkstein, 2. Auflage Mai 2022 erhielt 2023 den Geschichtspreis der Sammlung Crous in Aachen.


Es ist Vermöhlens Verdienst, das Schicksal der russischen Zwangsarbeiter in Merkstein auf der Grube Adolf detailliert zu dokumentieren; fettgedruckt sind die Kapitel mit direktem Ortsbezug zu Merkstein bzw. zum Wurmrevier.

In den übrigen Kapiteln zeigt er den damaligen Kontext, den er so charakterisiert: Zum Einen spielt insbesondere die vollständige Entrechtung der Kriegsgefangenen eine wesentliche Rolle, zum Anderen beginnt deren Elend nicht erst in Merkstein, sondern mit der Gefangennahme in Russland: in den Front-STALAGs, den DULAGs, dem "Verteil-"STALAG Senne, dem STALAG VI G Bonn mit seinem Zweiglager in Arnoldsweiler.

 

Einleitung
1. Der Überfall auf die Sowjetunion
2. Die völkerrechtliche Situation der sowjetischen Kriegsgefangenen
3. Die verbrecherischen Befehle
4. Der „Befehl 270“
5. Das Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen 1941/42
6. Der Arbeitseinsatz sowjetischer Kriegsgefangener im Reichsgebiet
... 
d. Einsatz von Zivilarbeitern und sowjetischen Kriegsgefangenen im Wurmrevier
7. Sowjetische Kriegsgefangene im Arbeitskommando 133
8. Das Schicksal der überlebenden sowjetischen Kriegsgefangenen
9. Die Gräber der sowjetischen Kriegsgefangenen auf dem Friedhof Lange Hecke
10. Liste sowjetischer Kriegsgefangener im Arbeitskommando 133
Glossar
Quellenverzeichnis
Literaturnachweise
Bildnachweise


Download
Das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Arbeitskommando 133. 2. Auflage 2022
PDF-Fassung der Untersuchung über Zwangsarbeiter auf Grube Adolf von Rüdiger Vermöhlen.
AK133_V2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 4.5 MB

Mehr zur Zwangsarbeit in Merkstein

Auf den S.184 -190  beschreibt Jürgen Klosa mit vielen Abbildungen die Zwangsarbeit auf der Grube Adolf.

Arbeiten zur NS-Zwangsarbeit "bei uns" von Thomas Müller

  • (2002): Zwangsarbeit in Alsdorf im zweiten Weltkrieg. Alsdorf (Alsdorf - meine Heimatstadt). Online verfügbar unter https://alsdorf-online.de/geschichte/pdf/kapitel-12.03.pdf.
  • (2003): Zwangsarbeit in der Grenzzone. Der Kreis Aachen im Zweiten Weltkrieg. Aachen: Shaker (Aachener Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte, 1).
  • (2005): Vom Grenzgängerwesen zur Zwangsarbeit. Der Ausländereinsatz im Aachener Bergbau während des Zweiten Weltkrieges. Sonderdruck. In: Klaus Tenfelde und Hans-Christoph Seidel (Hg.): Zwangsarbeit im Bergwerk. Der Arbeitseinsatz im Kohlenbergbau des Deutschen Reiches und der besetzten Gebiete im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Bd. 1. Essen: Klartext (1), S. 161–192.
  • (2011): Der Ausländereinsatz im Aachener Bergbau während des Zweiten Weltkrieges. In: Glückauf. Bergbau und Energie (34), 14-26.