Noch in Arbeit

Hier wird demnächst beschrieben, welche Lager in Kohlscheid bestanden haben und wo die Menschen zwangsweise beschäftigt wurden.


"Fremd"arbeiter und Kriegsgefangene - NS-Zwangsarbeit

Mit zunehmender Ausdehnung des Krieges sind die fehlenden Arbeitskräfte durch Fremdarbeiter zu ersetzen. 1941 machen Arbeiter aus Südosteuropa, von der Bevölkerung ganz allgemein "Kroaten” genannt, die im Ledigenheim auf Langenberg ihre Unterkunft haben, den Anfang. Ein buntes Völkergemisch, teilweise mit Turban als Kopfbedeckung, zieht bewacht nach der Frühschicht durch die Weststraße. Es ist ein Haufen des Jammers, der, in den ersten Tagen sogar ohne Schuhwerk, das Mitleid der Bevölkerung erweckt. Pakete mit Brot, Kleidung und Schuhwerk werden zum großen Ärger der Bewacher aus den Fenstern in die vorbeiziehende Kolonne geworfen. Bald werden diese Menschen von osteuropäischen Fremdarbeitern abgelöst. Auch russische Frauen sind auf Laurweg im Übertagebetrieb eingesetzt. Wegen der in den ersten Tagen unzureichenden Sanitäranlagen kommt es vorübergehend zu Spannungen. Die Frauen, handwerklich ausgebildet, nötigen bald ihren deutschen Arbeitskameraden Respekt hinsichtlich ihrer Leistungen, so als Schweißer, ab. 1944, beim Heranrücken der Front, beschäftigt der EBV neben 14.000 deutschen Arbeitern 4.500 Kriegsgefangene und Ostarbeiter. Vergleichbare Verhältnisse herrschen auf Laurweg vor.

Dieses Zitat stand früher auf meiner Downloadseite für Rüdiger Vermöhlens Arbeit zur NS-Zwangsarbeit in Merkstein, heute: NS-Zwangsarbeit im Wurmrevier

Aretz kurze Beschreibung ist eher folkloristisch, beschönigend und erfasst den Umfang der Gräuel nicht ansatzweise. Sie muss eingeordnet und ergänzt werden (noch in Arbeit).