· 

Ein Bergbaumärchen zur Verkaufsförderung?

Die Lorian Höfe zeigen auf ihrer Homepage die Veränderung der Baufläche - offensichtlich mit einer animierten Folge von digialen Orthofotos von TIM-Online. 

Vielleicht um die Akzeptanz für das in der Bevölkerung umstrittene Bauprojekt zu erhöhen, wirbt man jetzt mit einer fiktiven Bergbaugeschichte. Und will so für die Namensgebung werben:

Warum Lorian?
Glück auf. Vom Stollen Ley ins Licht.
Vor über hundert Jahren verlief tief unter Herzogenrath-Kohlscheid der alte Stollen Ley.

https://lorian.de/#geschichte

 

Die Geschichte ist mit einem Video optisch ansprechend umgesetzt, weist aber gravierende Fehler auf:

Das Kohlenflöz Ley wurde im Kohlefeld der Grube Gouley Würselen abgebaut. In Aretz Bergwerke wird das Flöz Ley gerade 2mal erwähnt. Die für Kohlscheid bedeutsameren Flöze Merl oder Meister finden wir jeweils über 100 Mal. Einen Stollen Ley gab es wohl nicht.

Die beschriebene Lore konnte von alleine "ausfahren"? Eine Unmöglichkeit im Kohlscheider Tiefbergbau schon im 19. Jahrhundert.

Lorians Lore
Lorians Lore

Im Video werden anstelle der traditionellen Bergbaulampen die aus dem Straßenbau bekannten Sturmlaternen verwendet. Und das die Bergleute sehr unterschiedliche Kopfbedeckungen tragen, liegt vermutlich am  KI-Bildgenerator, den man sorgfältiger hätte "füttern" müssen. Kein Bergmann hätte seine "Mütze" hochgeworfen, Mützen gehörten nicht zur Ausrüstung Untertage.

 

Aus meiner Sicht wäre es zielführender, sowohl die Geschichte wie die Videoumsetzung lokalhistorisch korrekter zu verfassen?