Halde Wilsberg, Kohlscheid

Die Bergehalde Wilsberg am Eingang von Kohlscheid
Die Bergehalde Wilsberg am Eingang von Kohlscheid

Hinter den alten Ortslagen Wilsberg und Mevenheide liegt die ehemalige Bergehalde der Grube Laurweg, die Halde Wilsberg - oder im Volksmund der "Kohleberg".

Sie ist begrünt mit Spazierwegen und einem Aussichtsplateau  mit einer Windrose aus Kalkstein.

Ausschnitt BING-Karte

Den Blick auf die Haldenspitze vermittelt Bing ganz gut.

Dort oben hat man eine imposante 360° Sicht.

Der Haldenrundweg Wilsberg ist Bestandteil des "Weißen Weges", einem Projekt der Euregionale 2008; er führt um die Halde herum. 

 

Der Blick in die Umgebung:

  1. nach Aachen über das Hasenwalder Feld bis zum Lousberg im Süden,
  2. in die Niederlande (Kerkrade - Nullanderberg, Wilhelminaberg- im Norden,
  3. Herzogenrath + Alsdorf + Würselen mit der Haldenkulisse
  4. und machmal bis an den Eifelrand.

Der wieder frei gelegte Amstelbach mit dem großen Feuchtbiotop am Fuß der Halde.

Haldenrundweg

Herzogenraths geschichtliche Verbindung mit dem Steinkohlebergbau wird auf dem Haldenrundweg Wilsberg erlebbar. Vorbei am Küppershof, einem schönen Backsteinhof, führt der Weiße Weg zunächst zur Siedlung Uersfeld. In direkter Nähe befindet sich die Halde Wilsberg als südlichste Halde des ehemaligen Aachener Reviers.

Zur Zeche Laurweg auf dem Gelände des heutigen TPH gehörend, entstand sie aus Steinkohle-Abraum, der bis 1955 von der Haldenbahn „Et Zössje“ antransportiert wurde. Ursprünglich war die Halde größer und reichte fast bis an die Roermonder Straße. Aufgrund des hohen Kohlenanteils wurde ein großer Teil des Abraums während der Energiekrise der siebziger Jahre einer Zweitverwertung zugeführt (Auskohlung). Die heutige Form der Halde mit zirka 20 Hektar Grundfläche und 40 Meter Höhe wurde 1994/95 abschließend modelliert.

Im Vergleich zu den anderen Halden der Region ist die Halde Wilsberg in Höhe und Ausformung eher unauffällig. Von ihrer Höhe hat man aber einen sehr guten Blick über das Hasenwalder Feld bis zum Lousberg im Süden sowie nach Kerkrade (Nullanderberg, Gaiapark) im Norden. Die gesamte Haldenlandschaft des Aachener Nordraums präsentiert sich in einem Panorama.

Von Herzogenrather Seite aus existiert bereits ein Aufstiegsweg, das Gipfelplateau wurde in den 90er Jahren mit Steinblöcken gestaltet. Bereits in der Vergangenheit rege von den Anwohnern genutzt, fehlte bisher aber ein durchgehender Rundweg am Fuß der Halde. 

Neuer Rundweg

Dieser neue Rundweg erschließt die Halde jetzt in ihrem gesamten Ausmaß. Neue Wegestrecken entstanden südlich und östlich der Halde. Zwei kleine Brücken aus „gefaltetem“ Cortenstahl queren den Amstelbach. Der neue Weg wird von Hecken und Blühstreifen begleitet, zahlreiche Kopfweiden wurden neu gepflanzt.

Über das (ehemalige) Krantzgelände besteht eine Verbindung zum Weißen Weg.

>Quelle.

 

Wer den Haldenweg von Aachen aus kommend begeht, sollte in Uersfeld genau auf die Beschilderung achten, das Hinweisschild wird leicht übersehen; es geht über den Parkplatz des Firmengeländes.

Wer nur den Wegweisern des Haldenrundwegs folgt, verpasst den tollen Ausblick oben von der Halde.

Halden in Alsdorf

Neues Buch über die Alsdorfer Halden

Dieses Land war Bergbauregion – unschwer zu erkennen an den riesigen Bergehalden, auf denen das aufgeschüttet wurde, was beim Kohleabbau nicht verwertet werden konnte. 13 dieser besonderen Berge finden sich zwischen Würselen, Herzogenrath, Alsdorf, Baesweiler und Übach-Palenberg. Der Naturschutzbund (Nabu) Aachen-Land hat sich ihnen und besonders ihrer Flora und Fauna in dem Buch „Von der Halde zum Naturschutzgebiet – Bergehalden im Aachener Steinkohlerevier“ gewidmet.

Quelle:  Rauke Xenia Bornefeld: Darum lebt die Ödlandschrecke auf der Halde. in: Aachener Nachrichten Nordkreis 10.11.2020