Gruben und Tagelöcher

Wo und wie wurde in Kohlscheid Kohle abgebaut? - Übertage oder Untertage?

Für die, die den Bergbau in Kohlscheid nicht mehr erleben konnten, eine kleine Gedankenübungen:

1. Stell Dir das Kohlscheider Gebiet übersät vor mit Löchern und Gruben, in den denen die Menschen unterschiedlich tief Kohle abbauten: die einen sammelten oder buddelten die Kohle quasi in ihrem Garten, die anderen fuhren dafür ins Bergwerk ein, einige hundert Meter tief.

Jetzt stell Dir diese Zahl vor: laut Salber sind im Wurmtal ca. 450 Schächte bekannt, andere berichten von noch viel mehr.

 

2. Gedankenspiel: stell Dir vor, die bekannten Gruben sind Untertage vernetzt. D.h., unter uns wurde Wege zurückgelegt, zu Fuß, mit dem Pferd oder der Grubenbahn. Bereits 1870 schreibt Wagner über die Pferdebahn unter Tage in der 104-Lachter-(Revier-) Sohle der Gruben der Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wormrevier.

 

3. Gedankenspiel: dieses Bild von einer Verbindungsbahn muss jetzt um mehrere Etagen ergänzt werden. Carl Hilt schreibt 1968, dass auf der 200 m-Sohle bereits 16km Grubenbahngleise verlegt waren. Viel? Weitere Verbindungen nutzt die Sohlen in 200m, 270m und in 430m.

 

Kommst Du mit Deiner Vorstellung da noch mit?

Legende der Verbindungskarte
Legende der Verbindungskarte